Schwerpunkt Frauen / Gender

Lust auf Einfluss und Gestaltung?

Frauen und Arbeit

Frauen verdienen in der EU um 15 %, in Österreich um 40 % weniger als Männer, sie haben trotz besserer Ausbildung die schlechteren Jobs. Wenn sie Karriere machen wollen, stoßen sie an die gläserne Decke, ihr Anteil an Führungspositionen ist, je nach Branche, gering bis verschwindend gering. Es sind zum Großteil Frauen, die in prekären Dienstverhältnissen arbeiten, die armutsgefährdet oder von Armut betroffen sind. Die Benachteiligung beginnt bei den Mädchen, die trotz guter Schulerfolge schwerer eine Lehrstelle finden als die Jungen und geht weiter bis zu den Rentnerinnen, die von ihren Pensionen oft kaum leben können. Weltweit leisten Frauen 75 % der bezahlten und unbezahlten Arbeit und erhalten dafür 10 % der Löhne und Gehälter, nur 1 % des Besitzes gehört Frauen.

Die Liste der himmelschreienden Ungerechtigkeiten ließe sich seitenweise fortsetzen.

siehe zB

Was tun? - Wichtige Ansätze auf dem Weg zur Gleichstellung von Frauen und Männern

Feminismus

  • zeigt die strukturellen Bedingungen, Macht- und Gewaltverhältnisse auf, die zur Benachteiligung von Frauen führen,
  • lenkt die Aufmerksamkeit auf die speziellen Lebensverhältnisse von Frauen,
  • zielt auf die Gleichstellung von Frauen in allen Lebenslagen ab
  • unterstützt Frauen, ihr Leben selbständig und unabhängig zu gestalten

Feminismus ist also eine gesellschaftspolitische Positionierung. Dass er oft mit Männerfeindlichkeit gleichgesetzt, abgewertet und lächerlich gemacht wird, ist Teil der Machtstrukturen, die den Frauen ihren Anteil an Einfluss und Ressourcen verweigern.

Frauenförderung

umfasst spezielle Angebote und Programme für Frauen und Mädchen mit dem Ziel, die individuellen Chancen zu verbessern und Zugänge zu ermöglichen.
Frauenförderung ist angesichts der eklatanten Benachteiligungen (siehe oben) nach wie vor unverzichtbar.

Gender Mainstreaming

ist das Prinzip, bei allen Entscheidungen die Auswirkungen auf beide Geschlechter mit zu berücksichtigen und zwar ebenso selbstverständlich wie die entstehenden Kosten. Dadurch soll Gender-Gerechtigkeit (Gender meint das soziale Geschlecht im Gegensatz zum biologischen) zu einem breiten Anliegen von Frauen und Männern werden.
Gender Mainstreaming kommt als Verfahren im öffentlichen und Nonprofit Bereich zum Einsatz, in der Wirtschaft ist es (noch) weitgehend unbekannt.

Gleichstellung

In der Gesetzgebung ist die Gleichstellung zwischen Frauen und Männern zwar weitgehend verwirklicht, faktische Ungleichheiten bestehen weiterhin. Gleichstellungsorientierung zielt darauf ab, bestehende Ungleichgewichte und Benachteiligungen zwischen den Geschlechtern abzubauen – zB durch die gezielte berufliche Förderung von Frauen, die Verbesserung ihrer Zugangs- und Aufstiegsbedingungen oder die verstärkte Beteiligung von Männern an Betreuungs- und Haushaltsarbeit.

Gender Diversity

Das Diversitätsmanagement ist in der Wirtschaft verbreitet und bezeichnet ein Konzept zur Nutzung und positiven Beachtung sozialer Unterschiede – neben dem Geschlecht auch Ethnie, Alter, Religion, soziale Schicht, Lebensstil und andere.
Gender Diversity Konzepte erwarten von einem höheren Frauenanteil im Management erhöhte Produktivität, und tatsächlich konnten Zusammenhänge mit den finanziellen Unternehmensleistungen in den USA nachgewiesen werden. 

Megatrend Frauen

Obwohl die Fortschritte in der Gleichstellung von Frauen sehr langsam voranzugehen scheinen - es gibt den ‚Megatrend Frauen’ und er wird anhalten.
Frauen bauen Netzwerke auf, Frauen greifen verstärkt auf Angebote anderer Frauen zurück, Frauen unterstützen Frauen bei der Karriere, Frauen spenden für Frauen, Frauen schließen sich zu Kooperationen zusammen, Frauen nehmen Führungspositionen ein – all das sind Entwicklungen, die erst an ihrem Anfang stehen und noch viel Potenzial zur Ausbreitung haben.

Es liegt auch an uns Frauen, diesen Trend zu verstärken.

riegerin.at bietet

Coaching, Supervision, Ritualgestaltung, Seminare - auch speziell für Frauen

 

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